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16.09.17: MC Rene live @ Karlstorbahnhof Heidelberg

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40 Jahre lang hat er seinen Nachnamen falsch ausgesprochen, bis die Reise ins Land der Vorfahren für eine erstaunliche Erkenntnis sorgt. Nun widmet MC Rene aka Rene El Khazraje seinem Familiennamen ein ganzes Album (Lautschrift: kasrasch). Und beschenkt sich damit obendrein noch selbst zum vierten runden Geburtstag diesen September. Ein MC Rene wie man ihn kennt. Ernst in dem was er macht, und dennoch immer zu Scherzen aufgelegt.

Anfang des Jahres ist er erstmals überhaupt nach Marokko gereist, in das Land seiner Ahnen, um zusammen mit Deutschlands profiliertestem Underground-HipHop-Produzenten Figub Brazlevič das Album „Khazraje“ aufzunehmen. Diese prägende Zeit in Marrakesch bei seinen Verwandten, die Musik der Gnawa und die täglichen Rufe des Muezzins hinterließen nicht nur einen Haufen neuer kultureller Eindrücke, sondern auch 14 schwergewichtige musikalische Spuren.

Orientalische Elemente und arabische Skits ergänzen die teils gut abgehangenen und zurückgelehnten, teils sommerlich jazzigen Beats und machen „Khazraje“ so zu einem ganz besonderen, persönlichen Geburtstagsgeschenk. Zu den ausgesuchten Gästen auf dem Album zählen u.a. Retrogott (Huss & Hodn) und Toni L (Advanced Chemistry).

In gewisser Weise stellt das Album eine Wiedergeburt dar. Gelassen und souveräner denn je präsentiert sich der Halbmarokkaner auf seinem neuen Album, dem man die pure Leidenschaft als texteschreibenden MC in jeder Zeile entnimmt. Die Texte sind positiv nach vorn gerichtet, lassen aber doch die nötige Portion Reife kurz vorm Geburtstag 4.0 durchschimmern.

16. September 2017: Karlstorbahnhof Heidelberg
Eintritt: AK 18 €, VVK: 15 € + VVK-Gebühr
Einlass: 20 Uhr | Beginn: 21 Uhr
Ticketlink: http://bit.ly/mcrene1609 

Aftershowparty mit DJ MikiLeaks

05.04.17: Masta Ace live @ Karlstorbahnhof Heidelberg

AceMasta Ace, wer sich die letzten 20 Jahre mit Hip Hop beschäftigt hat, kennt die New Yorker Rap-Legende. Nur wenige haben es wie Masta Ace verstanden Aktualität und positive Strömung mit Dirtyness, Street- und Old School–Flavour in Einklang zu bringen.

Eintritt: AK 20 € | VVK 17 € + Gebühr
Einlass 20 Uhr | Beginn 21 Uhr
Ticketlink
Support: Def3 (CAN)

Gemeinsam mit Big Daddy Kane, Biz Markie, Craig G, MC Shan und Kool G Rap kreierte Masta Ace bis Ende der 80er Jahre auf Cold Chillin’-Records, das als hoffnungsvolles HipHop-Pendant zu Motown-Records galt, unter Produktion Marley Marls den legendären Sound der Juice Crew. Marley Marl produzierte dann 1990 auch „Take A Look Around“, das Debüt-Album von Masta Ace.

15.10.16: Homeboy Sandman live @ Alte Feuerwache Mannheim

hsandmanSpätestens mit seinem dritten Werk „The Good Sun“ überzeugt Homeboy Sandman nicht nur Underground-Nerds und Blog-Surfer, sondern auch das Stones Throw-Oberhaupt Peanut Butter Wolf: „Es gibt ganz klar gewisse Nuancen, die an die Golden Era erinnern, aber ich sehe Sandman nicht als einen Rapper an, der in dieser Zeit feststeckt. Er ist eben progressiv.“ Welche Qualitäten führen zu dem Signing? „Selbstvertrauen. Wortspiel. Energie. Positive Einstellung.

Im Rahmen von Enjoy Jazz kommt der Rapper am 15. Oktober 2016 nach Mannheim in die Alte Feuerwache.

EINLASS 20.00 UHR / BEGINN 21.00 UHR
VVK 15 € (ZZGL. GEBÜHREN) / AK 18 €
TICKETS

 

Homeboy Sandman – Unforgettable 

12.04.16: Nneka live @ Alte Feuerwache Mannheim

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HipHop-Legende Nas nannte sie eine unglaubliche und großartige Künstlerin. Questlove von den Roots ist ihrem Gesang verfallen. Die Sunday Times sagte schon von ihrem Debütalbum, es sei mindestens so gut wie „The Miseducation of Lauryn Hill“. Heute, vier Platten später, ist Nneka ein internationaler Star. Und wenn Musik eine Waffe ist, so wie die legendäre Fela-Kuti-Dokumentation „Music Is The Weapon“ andeutet, dann ist sie definitiv ein Meisterstück im Arsenal der Musik. Was die Sängerin ausmacht? Eine große Stimme, verdammt viel Herz, brisante Texte und vor allem dieser unbändige Wille, positive Energie zu verbreiten – in jedem Land, jedem Ort, ja, jedem Fleck auf dieser großen Welt. Dieses Jahr erschien mit „My Fairy Tales“ ein Konzeptalbum, das sich mit dem Leben von Afrikanern in der Diaspora und ihren Problemen beschäftigt. Die Musik basiert dabei überwiegend auf Afrobeat und Roots Music, aber auch HipHop-Beats, Reggae-Grooves und Bläsersätze sind Nneka nicht fremd. Sie verbindet Soul, Groove, Herz und Stil, und sie hat etwas zu sagen. Im kommenden April steht Nneka bei zwei exklusiven Auftritten endlich wieder einmal auf unseren Bühnen.

Mannheim – Alte Feuerwache Mannheim
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr

VVK: 25€ (zzgl. Gebühren)
AK: 29 € [Tickets am günstigsten bei www.delta-konzerte.de]

Konzertbericht (von 2011)

 

 

30. April: Backpackers Live! mit Black Milk

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Detroit’s finest: Black Milk

30. April 2015: BACKPACKERS LIVE! | Alte Feuerwache Mannheim

20:00 Uhr: Backpackers Live! mit Black Milk & The Nat Turner Live Band
ab 23 Uhr: Backpackers Tribute mit DJ Blastar (Mannheim), Skor72 Rokswell (Leipzig) & Shape (Jena).

Eintritt Konzert: AK 16 € (Ticket gilt auch für die anschließende Party) VVK Tickets
Eintritt nur Party: AK 7 €

8.Juni: Backpackers Tribute mit Hulk Hodn

Boom Bap, so hat Rap mal geklungen. Hulk Hodn ist der Meinung er darf es immer noch. Zeitlos klingen die Beats, die der DJ und Produzent von Huss & Hodn aus jazzigen Loops und MPC-Samples zusammenschraubt. Erste Erfahrung an den Turntables hat Hulk Hodn als »Des Griffin« bei der Deutschrap-Combo 4Mille (O-Flow, Pütz, Gadget) gesammelt – mittlerweile rockt er mit seinem Partner Kurt Hustle aka Retrogott das Splash-Festival. Für die Rap-Partyreihe Backpackers Tribute legt Hulk Hodn ein exklusives Vinyl-Set in Mannheims Untergrund-Club „Genesis“ auf. Unterstützung an den Wheels of Steel gibt es von Tommy D aus Heidelberg, der schon bei unzähligen internationalen DJ-Contests abgeräumt hat. Serviert werden Classics aus den Neunzigern und die heißesten Rap-Scheiben von heute – alles ohne Laptop, strictly Vinyl!

Doors open: 23 Uhr
Eintritt: 6 €
Club: Genesis (Mannheim H7, 15)

Backpackers Tribute auf Facebook: www.facebook.com/BackpackersTribute

Gewinnspiel: www.hhv-mag.com/de/event/528/backpackers-tribute-hulk-hodn-zu-gast-in-mannheim

Raphael Saadiq & Lenny Kravitz (SAP Arena Mannheim)

Die Frauen lieben seinen Stoppelbart und seine empfindsame Soulstimme. Die Männer feiern ihn für sein rigoroses Gitarrenspiel und Rock-Hymnen wie „Are You Gonne Go My Way“. Dass Lenny Kravitz dieses Jahr mit „Black and White America“ sein mittlerweile neuntes Album veröffentlicht hat, schien für den Besuch seiner Deutschlandtour eher nebensächlich zu sein. In Mannheim feierten 7000 Zuschauer mit Kravitz eine Rockgala.

Wer sich einen Raphael Saadiq ins Vorprogramm holt, der schreckt nicht davor zurück, dass die Messlatte für die eigene Performance mächtig hoch liegt. Saadiq schnupperte erste Bühnenluft als Bassist bei Prince, startete mit Tony! Toni! Toné! sein eigenes R&B-Trio und feierte später große Erfolge mit der Gruppe Lucy Pearl. Als einer der bedeutenden Produzenten des Neo-Soul gilt der 45-jährige Sänger und Songschreiber als Wegbereiter des Genres. Unterstützt von einer Funk-Band, fülliger Soulsängerin und einem stimmgewaltigen Orgelspieler in blauer Gospelrobe brachte er die SAP-Arena auf Betriebstemperatur. Nach einer guten halben Stunde verabschiedete sich der Mann aus Kalifornien mit Let The Sunshine In und machte den Weg frei für seinen Kumpel Lenny Kravitz.

Mitgebracht hatte Lenny Kravitz neben ein paar wenigen Stücken von seinem neuen Album Black and White America (2011) vor allem ein eindrucksvolles Repertoire großer Hits, die er von 1989 bis zum heutigen Tag angesammelt hat. Gleich zu Beginn dreschte er mit den rockigen Stücken Come On Get It, Always On The Run und dem ersten Highlight American Woman gewaltig in die Saiten seiner Klampfe. Mit der Coverversion von The Guess Who machte er ordentlich Dampf. Spitzbübig erkundigte sich der 47-jährige Rockstar deshalb auf Deutsch nach dem Wohlbefinden seiner Fans: „Alles klar?“. Verziert mit Lederwestchen, verspiegelten Sonnengläsern, Nasenring und dem obligatorischen Fünftagebart, schritt Mr. Kravitz daran das zu tun, weshalb ihm die Frauen reihenweise zu Füßen liegen: Mit It Ain’t Over Till It’s Over gab sich der Rebell handzahm und hauchte seine Zeilen mit sanfter aber authentischer Soulstimme schmiegsam in das Mikro. Pünktlich zu Mr. Cab Driver war der coole Typ aus dem New Yorker Großstadtdschungel wieder zur Stelle, um mit lässigem Unterton Rassismus anzuklagen und Arschtritte gegenüber Intoleranz zu verteilen.

Lenny Kravitz – Are You Gonne Go My Way

Lenny Kravitz ist ein vielseitig begabter Musiker. Nicht immer ist ihm bei seinem Auftritt in Mannheim die undankbare Aufgabe geglückt, Elemente aus Jazz, Funk und Rock in eine sinnvolle Dramaturgie zu bringen. Phasenweise nahm er die Menge mit auf eine atmosphärische Achterbahnfahrt. Positiv formuliert war hingegen für reichlich Abwechslung gesorgt, wenn beispielsweise Saxophon und Trompete das ausgedehnte Intro zu Black And White America gestalteten und in den rockigen Teil überleiteten. Den Treueschwur Stand By My Woman krönte Kravitz, indem er seine Brille für einen kurzen Augenblick abnahm und die Frauen damit restlos hypnotisierte. Auch wenn Kravitz stimmlich und von seinem Gitarrenspiel her durch die Bank überzeugte, ließ er den echten Rampensau-Lenny leider erst bei den schweißtreibenden Rock-Nummern Fly Away und Are You Gonne Go My Way im Finale auf die Mannheimer los.

Als Zugabe präsentierte Lenny Kravitz gemeinsam mit seinem langjährigen Gitarrengefährten Craig Ross die Akustikversionen von Again und I Belong To You. Den Schluss zelebrierte Kravitz förmlich, bei einer auf grob 20 Minuten ausgedehnten Version von Let Love Rule. Um seiner Message Nachdruck zu verleihen, lief er dabei die gesamte Halle ab und bot den Fans somit Gelegenheit auf Tuchfühlung mit ihrem Star zu gehen. Wieder auf die Bühne zurückgekehrt tat er es dann doch noch. Er gab den lechzenden Blicken der Frauen nach und riss sich Tanktop und Lederweste vom Leib. Eine coole Sau, dieser Lenny!

Andreas Margara (5. November 2011)