Rest in Love, Galla

Joe Black, Galla, Swing Kid. Unter diesen Namen hat mich Heinz Michael Galla stets durch die Auf und Abs des Lebens begleitet. Als sich mit den Jahren die Spreu vom Weizen meiner Deutschrap-Plattensammlung trennte, wurde mir erst richtig bewusst, wie zeitlos seine Verse eigentlich sind. Galla hat Texte mit geballter emotionaler Deepness erschaffen, seine Lyrics waren trotz des intellektuellen Anspruchs niemals auch nur annähernd uncool. An Wortgewandtheit sind sie ohnehin unerreicht. Bei Auftritten und Treffen mit Galla 2005 auf dem HipHop Kemp in Tschechien, als er mittags im strömenden Regen einem kleinen, hartgesottenen Kreis von Zuschauern in quasi-familiärer Atmosphäre sein neues Album Swing Kid vorstellte, oder 2006 im Cassiopeia in Berlin als er vor Masta Ace performte, überzeugte er auch als bodenständiger und sympathischer Charakter.

Beat für Galla von Mr Wiz (RAG)

Nachdem leider lange nichts mehr von Galla zu hören war und auch sein Store in Berlin längst die Türen geschlossen hatte, war die Nachricht über seinen Tod am 10. August – mit nur 38 Jahren – ein riesen Schock. Bisher ist über die Umstände seines Todes nichts Näheres bekannt. Fest steht nur, dass er zu früh gestorben ist und HipHop (in Deutschland) einen echten Head verloren hat. Danke für RAG, Filo Joes und alle deine Solo-Projekte. Rest in Love, Galla!

Galla (RAG) – Requiem

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