Georgia Anne Muldrow: „King’s Ballad“

Durch den Einfluss ihrer musikalischen Eltern wurde Georgia Anne Muldrow im Jazz sozialisiert, findet sich aber immer häufiger als Komplement auf diversen Rap-Scheiben, wie jüngst bei Mos Def oder den Platinum Pied Pipers, wieder. Obwohl ihr mittlerweile viertes Album „King’s Ballad“, eine Hommage an den verstorbenen Michael Jackson ist, klingt ihr Sound alles andere als poppig. Vielmehr kommt ihre funky Melange aus Jazz und Neo-Soul kantig und unorthodox daher. Angefangen bei dem behutsamen Muntermacher Indeed, über das von einer Gospelorgel angetriebene Tribute für den King of Pop, bis hin zu Westcoast-Soulvibes, erfindet sich die einstige First Lady des Stones Throw Labels immer wieder selbst neu. Unterstützung bekommt sie dabei gleich mehrfach von Dudley Perkins, mit dem Georgia besonders schön auf der G-Funk-Nummer Summer Love harmoniert. Ansonsten zeigt sich die experimentelle Künstlerin als vielseitig begabt, wenn sie in fließendem Wechsel als Produzentin, Rapperin und Sängerin für ihre innovativen Funk-Balladen auftritt. So schnell macht ihr das keiner nach, auch wenn sie sich die Aussage gefallen lassen muss, dass Erykah Badu ihr so manches vorgemacht hat.

Andreas Margara (7. Februar 2010)

für HHV-Magazin 1/2010 und hhv.de

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