Kimoe: „Streben nach Glück“

kimoe_by_skycap_reordsWährend Will Smith schon vor zwei Jahren auf der Leinwand nach Glück strebte, präsentiert uns nun der Berliner Reggae- und Dancehall Artist Kimoe sein Debütalbum mit gleicher Thematik. Auf 18 Tracks deckt Streben nach Glück die gesamte Bandbreite ab, die das Deutsch-Reggae-Herz begehrt: von zurückgelehnten Tunes mit melodischem Gesang – wie man sie von Nosliw kennt bis hin zu energiegeladenen Club-Riddims à la Culcha Candela. Mit Mal Élevé von den Irie Révoltés, Mr. Reedo & Johnny Strange von Culcha Candela befinden sich gleichzeitig auch die üblichen Verdächtigen Jamaica-Vertreter der hiesigen Szene auf dem Album. Inhaltlich setzt Kimoe auf die mittlerweile geschmacksneutralen Lorbeerblätter Love, Weed und Peace, die in der Reggae-Küche in gleicher Form schon immer mitgekocht werden. Doch auch bei den rhythmischen Klängen bleibt die Individualität Kimoes oft auf der Strecke. Während auf dem spritzigen Opener Highlights (der auch als 7-inch Auskopplung zu bekommen ist) nonstop Höhepunkte versprochen werden, schaffen die Nachfolger selten den Sprung über die Durchschnittsmarke. Es wird einfach zu wenig Markantes geboten, an dem man den ambitionierten Berliner festmachen könnte. Die Stücke sind sehr solide, mal weiß eines mehr, ein anderes dann mal wieder weniger zu überzeugen. Wer Kimoe allerdings von einem seiner zahlreichen Auftritte her kennt, der wird unterschreiben können, dass Titel wie Alarm live eindeutig zu den Big Tunes gehören.

Andreas Margara (19. Juli 2008)

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