Nicolay & Kay: „Time:Line“

timelineAls Foreign Exchange hat sich der holländische Producer Nicolay 2004 mit Rapper Phonte von Little Brother connected und damit für eine frische Klangbrise und mächtig viel Aufmerksamkeit rund um den Erdball gesorgt. Mit seinem vielseitigen Beatrepertoire an smooth bis pumpenden Sounds, die an Jazz und Soul angelehnt sind, ist der Dutchman rasch zum neuen Lieblingsproduzenten vieler Conscious-Rapper in den Staaten avanciert. Für sein neues Konzeptalbum Time:Line hat sich Nicolay nun mit Rapper Kay von The Foundation zusammengeschlossen, um die Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Unerwartet schnell beginnt der Titeltrack Time:Line mit lebendiger Snare-Drum und setzt das Tempo gleich hoch an. Mit Blizzard veranschaulichen Lay & Kay wenig später ihre Skills auf von Gitarren-Samples angetriebenen Funk-Rhythmen. Neben Oh-No (7. Tight Eyes) befindet sich unter anderem Chip Fu von den legendären Hochgeschwindigkeitsrappern der Fu-Schnickens als Feature auf dem Album, was mit The Gunshot in einem gelungenen Dancehall-Experiment mündet. Kays Reimbandbreite schwankt zwischen locker geflowten Raps mit politischem Hintergrund und Storytelling, Nicolay setzt dabei im Wechsel entweder mächtig Druck hinter oder lässt die Beats easy im Mellow-Bereich pendeln. Nach jedem Hörgang von Time:Line steigt der Genussfaktor, dennoch erreicht das Album nicht ganz das hohe Level von Connected.

Andreas Margara (6. Februar 2008)

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