El da Sensei: „The Unusal“

eldasenseiNew Jersey back in the days 1994: Die beiden vom Breakdance und Graffiti inspirierten Rapper Tame One und El Da Sensei droppen gemeinsam als Artifacts ihren Underground-Meilenstein Between A Rock And A Hard Place, auf dem mit Wrong Side Of Da Tracks die Writer-Hymne schlechthin vertreten ist. Damit setzten sie den in Tradition von Queen Latifah, Lords Of The Underground oder Naughty By Nature kreierten organischen New Jerusalem-Sound fort, durch den Brick-City bekannt geworden ist. Mit The Unusual steht nach Relax, Relate, Release von 2002 nun schon der zweite Solo Long Player von El Da Sensei im Plattenregal.

Die von Illmind produzierte Single Crowd Pleasa stellt als erster Track des Albums gleich einen wuchtigen Einstieg dar. El lässt die Reime nur so fließen und auch mit Wordcuts wird wenig gegeizt. Weitaus entspannter geht’s dann mit Natural Feel Good und Hold On weiter. Die Texte sind weniger persönlich als auf dem letzten Soloalbum und auch die Soundstruktur orientiert sich mehr back to basics. Live In The Flesh oder zum Beispiel der von J Rawls produzierte Beat zu Lights, Camera, Action verdeutlichen allerdings auch die Clubambition der Scheibe. Doch El Da Sensei besteht die Gratwanderung zwischen seinem festen Underground-Fundament gepaart mit den stellenweise mainstream verträglicheren Produktionen problemlos und überzeugt in erster Linie als exzellenter Lyricist. Das Album verzichtet auf eine Vielzahl an Gastrappern und besticht gerade durch die beiden hochkarätig auserwählten Rapfeatures von D.I.T.C.’s O.C. (Nuttin´ To Lose) und Bootcamp Clik’s Sean Price (No Matter). Ein weiterer Höhepunkt von The Unusual ist der von DJ Revolution extrem fett produzierte Scratchbeat What´s My Name?, der optimal auf Senseis Jersey Rhymestyle zugeschnitten ist. Außerdem waren an der Produktion noch Jake One, K-Def und Saukrates beteiligt.

Auf dem überwiegend roughen Sound von The Unusual präsentiert sich El Da Sen in absoluter Topform und zeigt dass in ihm noch das Feuer lodert. Die Spielzeit beträgt zwar nur knapp 50 Minuten, auf Skits oder Interludes wird dabei jedoch bewusst verzichtet. Sein Name steht weiterhin für originalen true school Rap, auch wenn inhaltlich weniger als früher von seinen Graffiti-Roots zu hören ist.

Andreas Margara (4. März 2006)

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