Method Man & Redman (im Universal D.O.G. in Lahr)

Method ManGleich zum Jahresbeginn konnte das Universal D.O.G. in Lahr mit einem absoluten HipHop Leckerbissen aus den USA auftrumpfen: Def Squads Redman und sein Partner Method Man vom legendären Wu-Tang Clan waren bereit den Schwarzwald in Brand zu stecken. Als Support dienten keine Geringeren als DJ Kool & DJ Dice sowie der seit dem Wu-Tang Klassiker Forever vom Clan gern gefeaturte Street Life. Los ging’s bereits um 21 Uhr im D.O.G., das in zwei Floors, eine Chill Area und eine Cinema Lounge mit den Pflichtfilmen Friday und How High unterteilt war. Dirty South und G-Unit-Sound waren vorherrschende Wahl aus den Deejay Plattenkisten zum Warm-up auf den Floors.

Kurz vor zwei Uhr war es dann endlich soweit: Redman aka da Funk Doc und Method Man aka Tical starteten ihre Burner-Show mit Unterstützung von Icarus und Saukrates. Pick It Up und M.e.t.h.o.d. Man rissen die Crowd vor der Stage und auf der Empore gleich vollends mit. Der abgedrehte Method Man scheute keinen Kontakt mit den Partypeops und kletterte direkt auf die zwei Meter hohe Box neben sich, um den nächsten Track How High zu performen und zügellos mit Wasser um sich zu spritzen. Erfrischend war auch die sensationelle Deejay-Darbietung, die dem 2002 verstorbenen Jam Master Jay gewidmet war: Deejay Mathematics jugglte und backspinte die Beats ohne Ende, bediente den Crossfader mit dem Mund und zeigte freshe body-tricks an den 1 & 2’s. Danach ging’s weiter mit der Brick City – Shaolin Connection und dem Titelsong How High Part.2 – zum gleichnamigen Film.

RedmanRedman’s Solo Blunts I’ll Be Dat, Da Goodness und Rapper’s Delight waren die nächsten Highlights, ehe auch er auf die Box stieg und sich aus fast drei Metern zum Stage Diving in der Menge hinreißen ließ. Method Man, der mittlerweile von einem fanatischen Groupie umschlungen wurde, war immer noch damit beschäftigt, freudig die vorderen Reihen mit reichlich Wasser und Bier zu erfrischen.

Zwischendurch rief Mr.Meth zu „Peace on Earth“ auf und zeigte sich zwar patriotisch aber dennoch Bush-kritisch „Fuck You, George Bush!“. Zu gedämmten Licht und dem melancholischen Motown-Evergreen A Change Is Gonna Come trauerten alle Anwesenden um den 2004 verstorbenen Wu-Tang Mitglied Ol’Dirty Bastard mit. Als Andenken feuerte Tical dann ODB’s Hit Shimmy Shimmy Ya ab, zu dem die Menge komplett ausrastete. Natürlich wurde schließlich auch auf die Hits Da Rockwilder, Dirty und All I Need nicht verzichtet und weiterer Anlass zum bouncen geboten. Nach diesem sehenswerten, fast zweistündigen Power-Auftritt von HipHop’s most blunted Method Man und Redman nahm die Party bib um fünf noch keinen Abriss, bevor der Nachhauseweg nach draußen in die eisige Kälte führte.

Andreas Margara (18. Januar 2006)

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