The Pharcyde (im Lamm in Durmersheim)

pharcydeSamstags wagten wir dann mal eine Reise in dass etwas entfernter gelegene Lamm nach Durmersheim bei Rastatt. Nachdem Fächerstadt-Beats bereits US-Größen wie Masta Ace, Last Emperor und Jedi Mind Tricks ins Lamm holen konnten, standen diesmal Nico Suave und The Pharcyde auf dem Programm.

Als Vorgruppe im neuen Music-Club, der früher ausschließlich als Gaststätte diente, starteten die Odenwälder K*Rings Brothers die Show. Die Crowd fühlte sich aber erst von den beiden Female Emcees FeeBee und Lil’Bee von Whatchamacallit (zu Deutsch ungefähr „Wie’s deine Mutter bezeichnet“) aus Rastatt richtig mitgerissen und zeigte fortan mehr Präsenz vor der Bühne. Mit unnachahmigem Flow auf Englisch und big-bitchigem Auftreten sorgten die zwei Damen für Begeisterungsströme, die aber auch nach einer Weile in Monotonie übergingen. Trotzdem ergänzten sich Whatchamacallit gut auf die meist gesampleten Beats und wirbelten das Lamm gehörig auf.

Als nächstes übernahm Rapper Omni das Mic im mittlerweile gut besuchten Lamm-Club. Der Westcoast-Emcee versteht es, den lyrischen Einfluss der Souls of Mis’chief mit Gangsta-Acts wie dem Dogg Pound zu mixen, um einen völlig neuen Style zu kreieren. Nach einem Blick auf die Uhr war dann klar, dass Nico Suave wohl eher nicht mehr auftreten würde. Sofort fiel mir sein Track Vergesslich ein und mit einem Schmunzeln beobachtete ich dann, wie Fatlip und SlimKidTre von The Pharcyde die Bühne betraten. Rap aus LA? Wer jetzt zwei schwer bewaffnete Straßen-Gangster mit mehr Gold im Mund als im Bernsteinzimmer erwartet, der hat weit gefehlt. Denn die smoothen Chiller aus Kalifornien liefern afrozentrische Rhymes in feinster Native-Tongue Manier. Mit Live-Schlagzeuger und Bassisten im Gepäck zeigten sie sich publikumsnah und überzeugten mit schweißtreibenden Tanzeinlagen. Auf Passin me by, Ya Mama, Runnin’ und Pack the Pipe wurde natürlich nicht verzichtet und so konnte man zum jazzy-laidbacken Sound relaxt mit dem Kopf nicken und ein im positiven Sinne anstrengendes Wochenende ausklingen lassen.

Andreas Margara (21. September 2005)

Link zum regioactive.de-Artikel

The Pharcyde – Drop

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