Afrika Bambaataa (Halle02 Heidelberg)

Afrika Bambaataa Bereits um 18 Uhr startete die „Zulu Nation-Jam“ bei gemütlichem Graffiti Vibe und   einer Breakdance-Show im Zollhofgarten vor der Halle02 in Heidelberg. Unter freiem Himmel ergriffen gleich erste B-Boys und Flygirls die Möglichkeit, ihre Skills auf der Matte zu den Break-Beats des Deejays zu präsentieren.

Mit Silence & Reigm traten die ersten Emcees des Abends auf und komplettierten damit den Jam-Charakter der vier HipHop-Elemente: Breakdance, Deejaying, Graffiti und Rap. Gewohnt wortgewandt setzten sich die beiden Mannheimer Rapper gekonnt in Szene und „kidnappten fortan die Lippen“ des Publikums. Abschließende Freestyle-Einlagen rundeten den Auftritt ab. Support von T-Ill und Norris Norisk an den Plattentellern verkürzte zwischenzeitlich das Warten auf den Headliner: Afrika Bambaataa.

Gegen 1 Uhr war es dann soweit, der Gründer der Universal Zulu Nation und Wegbereiter einer der wichtigsten Musikbewegungen der letzten 30 Jahre, betrat die Stage der Halle. Mitgebracht hatte er Emcee Kamonzi aus Milwaukee, Zulu Ben, sowie seine B-Boys Omar und Supreme, mit denen er zurzeit in Europa als DJ auf Tour ist.

Born in Boogiedown BronxDie zeitweise etwas erschöpft wirkende Ikone Bambaataa, die seine Turntables durch einen Laptop ergänzte, legte sämtliche Klassiker aus der Plattenkiste auf und ließ dabei auch den Soul Sonic Force-Smasher Planet Rock nicht aus. Als Vorreiter des Disco-Funk, Electro, House und Techno ist er natürlich bekannt für seinen abwechslungsreichen Style.

Hauptaugenmerk galt an diesen Abend allerdings den B-Boys und -Girls, die – begleitet von tosendem Applaus –  unermüdlich im Kreis über den Boden gleiteten. Afrika Bambaataa steht für die Urvision von HipHop: die Menschen zu vereinen. Im Musikgeschäft genießt das HipHop-Schwergewicht absoluten Legendenstatus. Auch die Heidelberger HipHop-Prominenz um Toni-L, Boulevard Bou oder die Stieber Twins ließen es sich da nicht nehmen heute selbst als Fans auf der Matte zu stehen.

Auf dem zweiten Floor brachte derweil die Riddim Fire-Crew um Likkle-T und Basstone jamaikanischen Flavour in die Heidelberger Festhalle. Und auch außerhalb hörte man die Bässe noch bis weit in die Morgenstunden.

Andreas Margara (15. August 2005)

Link zum regioactive.de-Artikel

Afrika Bambaataa: Planet Rock

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